Unser Projekt: "Kinderhaus Alexander"

Mit dem Projekt "Kinderhaus Alexander von Württemberg", kurz unser "Alexander Haus" genannt, wollen wir auch in unserem Land Baden-Württemberg den immer noch sehr hohen und weiter zunehmenden Bedarf von Familien mit schwerstkranken Kindern decken, die nach Abschluss der Akutbehandlung in der Klinik aus eigener Erfahrung dringend ein Plus an professioneller Überleitungspflege und Anleitung sowie entlastende Angebote für zu Hause benötigen. Laut Umfrage gehen wir in Baden-Württemberg von einer Gesamtzahl von ca. 275 dauerbeatmeten Kindern und Jugendlichen aus. Derzeit ist lediglich eine Einrichtung mit 12 Plätzen vorhanden. Das deckt bei weitem nicht den Bedarf. Betroffene Familien sind derzeit gezwungen, auf Einrichtungen in anderen Bundesländern auszuweichen.


Die Versorgung in der Familie stellt einen hohen Anspruch und eine gleichsam hohe Belastung dar. Angefangen von einer entsprechenden Ausstattung und deren fachkundiger Bedienung und Wartung, bedarf die Pflege daheim einer ständigen Überwachung mittels Heimmonitor durch Fachpersonal. Ebenso setzt die oftmals damit einhergehende Ernährungsproblematik, meist mit Sonde, die sehr viel Zeit und Geduld beansprucht, eine sorgfältige Planung und Organisation voraus. Wo bleibt da noch Zeit für notwendige Fragen zum aktuellen Stand der Rechtsprechung und Gesetzgebung, um die bestmöglichen Leistungen zu erhalten.  

Die dauerhafte Anwesenheit von wechselndem Pflegepersonal im häuslichen Umfeld rund um die Uhr lässt nur wenig Privatsphäre zu. Geschwister und Partner fühlen sich neben der ohnehin sehr schweren Situation mit dem neuen Familienmitglied davon stark beeinträchtigt.

 

Die gesamte logistische Struktur verschiebt sich und langfristig kann die Familie den Anforderungen kaum noch standhalten, sie zerbricht in vielen Fällen. Für den kleinen Neuankömmling eine Katastrophe.

 

Dabei ist das Entwicklungspotenzial gerade bei den Kleinsten und Jugendlichen naturgemäß am Höchsten, das gilt für gesunde und kranke Kinder. Und gerade die kranken Kinder, die durch die Erkrankung und das in der Klinik Durchlebte in ihrer Entwicklung verzögert sind, sollten auf ihren individuellen Bedarf abgestimmt optimal gefördert werden. Dies kann im Klinikalltag auf Intensivstationen nach Abschluss der Akutbehandlung nicht erfolgen. Es gibt dort hierfür weder Raum, Zeit noch geeignetes Personal. Ebenso können in der Zeit danach die vielfältigen therapeutischen Angebote wie Ergo- und Klangtherapie, Logopädie und heilpädagogische Maßnahmen sowie Krankengymnastik, um einige davon zu nennen, aufgrund der vorgenannten gesamten Belastungssituation zu Hause nicht voll ausgeschöpft werden. So wie auch eine psychologische Begleitung der Familie, die neue Wege im Umgang mit der schwierigen Situation aufzeigt, Entlastung bringt und Hoffnung geben kann, die vor allem dem kranken Kind zu Gute kommen soll.

 

Mit unserem Projekt "Alexander Haus" wollen wir eine größtmögliche Frühförderung, Schutz und Pflege für schwerstkranke Kinder mit ihren Familien ermöglichen, für eine bessere Chance und einen festen Platz in unserer Gesellschaft mit mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität nach einem so schweren Start ins Leben.

 

Die Betriebsträgerschaft für unser Alexander Haus übernimmt der Malteserkinderkrankenpflegedienst mit "Mobi-Care" in Ludwigsburg. Mit der grossen Erfahrung der Malteser Kinderkrankenpflege und dem bundesweiten und Generationen übergreifenden Hintergrund der Malteser haben wir einen starken und zuverlässigen Partner für unser Projekt gewonnen.

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Goetheplatz 9

71638 Ludwigsburg

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